Wie alles begann…

Angefangen hat alles mit einem absoluten Standard-Trailer vom Typ Hobby 530 deluxe, Baujahr 1989.

Den Hobby gab es in nahezu originaler Ausführung für erschwingliches Geld im nahegelegenen Umkreis zu kaufen.

Er war trocken, sauber, gepflegt, die Gasanlage war ok, Bremsen und Kupplung waren in Ordnung, alle Fenster und Dichtungen dem Alter entsprechend gut, Herd, Klo, Spüle intakt und obendrein gab es sogar noch recht junge Reifen dazu.

Als wir – und damit meine ich meine beiden Kinder, meine Frau und mich, dann die ersten Kurztrips mit dem alten Kistchen hinter uns gebracht hatten, stand für uns fest:

Campen ist cool!

 

Wir stellten dann aber genauso schnell fest, dass wir am liebsten dort standen, wo man eigentlich von den meisten Sachen am wenigsten hatte.

Am wenigsten Nachbarn, am wenigsten Regeln, am wenigsten Standards und am wenigsten eingespielte Abläufe und Routine.

Dafür dann aber oft, am meisten Platz!

 

Also Parzellencampen, dicht an dicht, jeder ein Rechteck von 10mx10m, Vorzelt, Satellitenschüssel, jeden Tag gleiche Abläufe, jedes Jahr der gleiche Platz….. neee das war nicht das was wir gesucht haben.

Schnell war klar, was wir brauchten, damit uns das campen wirklich Spaß machen wird:

Ein bißchen mehr Freiheit, Abwechslung, ein kleiner Hauch von Abenteuer musste her!

 

In unseren Köpfen schwirrten Bilder herum von Expeditionsmobilen, Island-Touren, Sahara-Durchquerungen, Transamerika, Transpanama oder dem Baboons Pass, aber irgendwie war alles weder realistisch noch erschwinglich.

Trotzdem ließ dieser Gedanke einen nicht los. Da nun aber definitiv keine Mittel für den Kauf eines Expeditionsmobils zur Verfügung standen und wir zudem die zusätzliche Freiheit genießen wollten, die man als Gespannfahrer hat, kam der Gedanke auf, einfach den Umbau des alten Hobby zu unserem Hobby zu machen.

Eine Idee, die sofort Begeisterung auslöste.

„Hey, wir bauen uns unseren eigenen ganz individuellen Expeditionstrailer einfach selber.“

In unseren Gedanken ging es drunter und drüber:

„Autark soll er sein, eine Außendusche soll er haben, einen Grill zum ausziehen, ein Dachzelt oben drauf, fette Kisten wo die Kinder ihre Spielsachen und Sandspielzeuge reinpacken können, eine Außenküche, Klimaanlage, Spaten und Bergewerkzeuge gut zugänglich an der Außenwand, Sandbretter, eine Seilwinde, Platz für 4 Fahrräder, 2 Motorräder und und und….“

 

Doch fast genauso schnell wie die Begeisterung aufkam und die Ideen sprudelten, kam dann die Frage bezüglich der Realisierbarkeit, insbesondere bezüglich Gewicht, Reifen, etc auf.

 

Der erste Teil der Ernüchterung kam dann via E-Mail vom Hobby Kundendienst:

Es besteht die Möglichkeit, für die Auflastung auf 1.350 kg eine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung auszustellen. Diese Bescheinigung dient als Vorlage bei einer Prüfbehörde (TÜV, Dekra oder ähnliches), damit die Gewichtsänderung auf 1350 kg in den Zulassungsdokumenten eingetragen werden kann. Weitere Auflastungen sind mit dem verbauten Rahmen nicht möglich.

Hinsichtlich der möglichen Reifen sind nur 185/R14 möglich. Andere Kombinationen sind nicht möglich.“

 

Der zweite Teil der Ernüchterung kam dann auf der Waage:

Gewicht ohne jegliche Anbauten, nur mit normaler (und nichtmal vollständiger Reisebeladung):

Gewicht: 1.360kg

 

…Tja, aus der Traum vom eigenen, individuellen Offroad-Trailer mit allem Schnickschnack und Schnackschnick und Pipapo….

 

Aber so schnell wollten wir uns dann doch nicht zufrieden geben.

 

Also…

 

…paar Nächste drüber geschlafen, dann war die Entscheidung da:

 

…offroadize it!

 

(wie es dann weiterging lest ihr im nächsten Beitrag)